Lothar Heinle spricht über Rio Gebhardt

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Fanpostkarte von Wunderkind Rio Gebhardt (Privatbesitz)

Am kommenden Mittwoch, den 24. Oktober, findet in unseren neuen Ausstellungsräumen der erste Vortrag statt! Innerhalb der bereits etablierten Veranstaltungsreihe „Heilbronner Köpfe“, die wir zusammen mit der Volkshochschule anbieten, wird der Musikwissenschaftler Lothar Heinle den Musiker und Komponisten Rio Gebhardt vorstellen. 

Der Abend verspricht interessant, informativ und auch unterhaltsam zu werden – geht es doch unter anderem um „Unterhaltungsmusik“ mit zahlreichen Musikbeispielen von original-knisternden Schellackplatten-Einspielungen.

Die Biographie Rio Gebhardts, der 1907 in Heilbronn zur Welt kam, hat ganz viele Facetten, die auch im Vortrag zu Sprache kommen. So zum Beispiel das Dasein als musikalisches „Wunderkind“ und der Übergang zum „normalen“ Musiker und Komponisten, den Gebhardt wohl recht erfolgreich bewältigt hat. Wir werden Einblicke in die Unterhaltungs- und die Jazzmusik der Weimarer Republik und im Dritten Reich erhalten, insbesondere auch deren Rolle im Rundfunk und im neuen Medium des „Bildfunks“. Denn Rio Gebhardt war der erste sog. „Musikbetreuer“ des deutschen Fernsehens und hat in dieser Funktion die erste Musik zu einem deutschen Fernsehspiel geschrieben.

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Rio Gebhard (Mitte) beim Bildfunk in Berlin 1938; rechts steht Hans Bund (Privatbesitz)

Da es damals für das Fernsehen noch keine Aufzeichnungsmöglichkeiten gab, war die Ausstrahlung des „Kabinett Fulero“ am 31. Oktober 1940 ein besonderes Ereignis. Dessen Einmaligkeit als „modernste Uraufführung“ der Zeit (wie das Hamburger Tageblatt damals schrieb) wird noch einmal lebendig werden. Lothar Heinle, den viele auch als Musikkritiker und Komponisten kennen, wird auch der Frage nachgehen, ob die Etikettierung Gebhardts als der „deutsche Gershwin“ seine Berechtigung hat oder ob dies nur ein kluger Schachzug des Musikverlegers Zimmermann gewesen ist.

Der Eintritt ist frei!
Mittwoch, 24. Oktober, 19.30 bis 21.00 Uhr
im Otto Rettenmaier Haus
Haus der Stadtgeschichte
(Eichgasse 1, Deutschhof)

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