In der Schweiz – Ludwig Pfau im Exil (1849-1852). Zum Pfau-Video vom 25. Juli 2021 (Ludwig Pfau 07/2021)

Pfau-Video 07/2021: In der Schweiz

Die Halbzeit unseres Filmclip-Projektes zu Ludwig Pfau ist schon vorüber – und (nicht nur) aus diesem Anlass wird im Clip gereimt. Schließlich war Pfau ja auch Dichter. Und einige seiner Gedichte wurden immerhin von Arnold Schönberg in dessen spätromantischer Schaffensphase vertont. Dazu gehört auch das vor 1847 entstandene Gedicht „Einsam bin ich und alleine“, das uns Alexander Kranich mit wohltönender Stimme zu Gehör bringt.

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Wie die SPD ihre Hochburg schleifte

Dr. Karl Nägele war zwischen 1948 und 1976 Erster Bürgermeister in Heilbronn (Foto: Lore Hagner/Stadtarchiv Heilbronn)

Das Ende der Stadt Heilbronn als sozialdemokratische Hochburg lässt sich exakt datieren. Am 18. Dezember 1975 erlitt die bei Wahlen auf kommunaler Ebene wie für den Landtag und für den Bundestag stets siegreiche SPD in Heilbronn eine von niemand vorhergesehene Niederlage. Dabei ging es bei der dritten Wahl im Jahre 1975 eigentlich nur um die Nachfolge von Karl Nägele als Erstem Bürgermeister, die in den Glanzzeiten der sozialliberalen Koalition in Bonn lediglich eine Formsache schien.

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Die Philister (… mochte Pfau gar nicht …). Zum Pfau-Video vom 25. Juni 2021 (Ludwig Pfau 06/2021)

Pfau-Videoclip 06/2021: Die Philister

Philister sind scharmante Leute,
Immer die gleichen, gestern wie heute.
Immer dieselben, heute wie morgen,
Die für ihren Nachwuchs sorgen
Die vor fremden Türen kehren
Und im Schmutz die eigne lassen,
Andern einen Trunk verwehren
Und am offenen Spundloch prassen.
[…]

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Fenster aus der und in die Vergangenheit

StadtA-HN-E003-646 und StadtA-HN-E003-647

Kürzlich bekam das Stadtarchiv durch unkomplizierte Hilfe der Firma Erdbau-Kuhn zwei interessante stadtgeschichtliche Objekte. Die beiden Fensterflügel stammen aus dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Lebensmittelgroßhandlung Gustav Friedrich Störzbach in der Happelstraße, das zur Zeit abgebrochen wird.

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1848/49. Der Revolutionär. Zum Pfau-Video vom 25. Mai 2021 (Ludwig Pfau 05/2021)

Pfau-Videoclip 05/2021: Der Revolutionär

Als Ludwig Pfau zu Beginn des Jahres 1848 seine politische Satire-Zeitschrift „Eulenspiegel“ auf dem Zeitungsmarkt platzierte, lag die heraufziehende Revolution schon wie ein Gewitter in der Luft. Über Jahre hin hatte sich in der Bevölkerung eine politische Unzufriedenheit angestaut. Das aufstrebende Bürgertum forderte freiheitliche Verfassungen, einen deutschen Nationalstaat, Presse- und Vereins- und Versammlungsfreiheit, das Ende noch verbliebener Feudallasten. Eine schwere Wirtschaftskrise verschärfte 1846/47 ohnehin schon bestehende soziale Konflikte und das wachsende soziale Elend der unteren Bevölkerungsschichten. Diese gesellschaftspolitischen Missstände prangerte der Eulenspiegel mit spitzer Zeichenfeder und treffenden Worten an.

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König Friedrich I. von Württemberg am 28.12.1810 in Nordheim

Der folgende Gastbeitrag des Nordheimer Heimatforschers Ulrich Berger enthält interessante Heilbronn-Bezüge, weshalb wir ihn unseren Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten wollten.

Heinrich Titot, 1796-1871 (Stadtarchiv Heilbronn)

Eine große Überraschung steckte in einer handschriftlichen Aufzeichnung von Heinrich Titot, Stadtschultheiß von Heilbronn in den Jahren 1835-1848. Der Heilbronner Historiker und Glockenexperte Norbert Jung bearbeitete diesen Text und entdeckte dabei für Nordheim äußerst interessante Informationen. Heinrich Titot wurde als 14-jähriger Knabe Zeuge des Nordheimer Ortsbrandes in der Nacht des 27. Dezember 1810. Mit seinem Vater, dessen Kutscher und ihrer aus Nordheim stammenden Magd fuhren sie in der Nacht zum Ort des Geschehens. Wann Titot Jahre später seine Erlebnisse aufgeschrieben hat, ist unklar, vermutlich um 1840. Sein Bericht in einer buchstabengetreuen Abschrift:

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Ludwig Pfau – Der Eulenspiegel. Zum Pfau-Video vom 25. April 2021 (Ludwig Pfau 04/2021)

Pfau-Videoclip 04/2021: Eulenspiegel

Das Jahr 2021 steht (auch) im Zeichen von Ludwig Pfau, dessen Geburtstag sich am 25. August zum 200. Mal jährt. In kurzen Videoclips stellen wir diesen eigenwilligen Revolutionär und Schriftsteller vor. Jeweils am 25. eines Monats erscheint ein neuer Clip. Hier im Blog verraten wir zum jeweiligen Video noch einiges über die historischen Hintergründe. Den aktuellen Videoclip können Sie hier rechts ansehen: ->

Heute geht es um den „Eulenspiegel“, durch den damals – in den Jahren 1848 bis 1849 – fast jeder in Deutschland den Namen Ludwig Pfau kannte …

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75 Jahre Heilbronner Stimme am 28. März

Zu diesem Jubiläum hier noch einige Fundstücke aus den Archivbeständen.

Die Heilbronner Stimme informiert den OB über die Herkunft ihres Möbiliars, 7. August 1946 (StA HN, B019)

Die ersten Büroräume waren notdürftig im Schießhaus eingerichtet. Die damals so knappen Möbel kamen u. a. aus der Villa von Dr. Cavallo, Bismarckstraße 48, die seit Kriegsende von amerikanischen Militäreinheiten genutzt wurde. Für die Heilbronner Stimme hat Richard Hesser unterschrieben, ein Fachmann, der schon seit den 1920er Jahren eine Druckerei in Neckargartach betrieb. Er wird auch in dem Schreiben der Militärregierung vom 23. März 1946 an die Verleger erwähnt, mit dem die feierliche Übergabe der Lizenz am 28. vorbereitet wurde – abgedruckt in der Chronik „10 Jahre Heilbronner Stimme“ von 1956.

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