75 Jahre Heilbronner Stimme am 28. März

Zu diesem Jubiläum hier noch einige Fundstücke aus den Archivbeständen.

Die Heilbronner Stimme informiert den OB über die Herkunft ihres Möbiliars, 7. August 1946 (StA HN, B019)

Die ersten Büroräume waren notdürftig im Schießhaus eingerichtet. Die damals so knappen Möbel kamen u. a. aus der Villa von Dr. Cavallo, Bismarckstraße 48, die seit Kriegsende von amerikanischen Militäreinheiten genutzt wurde. Für die Heilbronner Stimme hat Richard Hesser unterschrieben, ein Fachmann, der schon seit den 1920er Jahren eine Druckerei in Neckargartach betrieb. Er wird auch in dem Schreiben der Militärregierung vom 23. März 1946 an die Verleger erwähnt, mit dem die feierliche Übergabe der Lizenz am 28. vorbereitet wurde – abgedruckt in der Chronik „10 Jahre Heilbronner Stimme“ von 1956.

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Die Taufe der Fotografie. Paris 1839. Zum Pfau-Video vom 25. März 2021 (Ludwig Pfau 03/2021)

Pfau-Videoclip 03/2021: Die Taufe der Fotografie

Heute geht es in unserer Ludwig-Pfau-Serie um ein welthistorisches Ereignis, das der junge Ludwig Pfau live miterlebt hat: Am 19. August 1839 stellte die Pariser Akademie der Wissenschaften öffentlich die Erfindung der Fotografie vor.

Was für eine riesige Sensation dies war, können wir vielleicht nachfühlen, wenn wir uns an die Präsentation des ersten iPhones im Jahre 2007 erinnern: Schlagartig tritt eine neue Technologie ans Licht, die unsere Kommunikation und unsere Lebensweise in kürzester Zeit grundlegend verändert.

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Vom Bunker zum Kinderspielplatz. Die wechselvolle Geschichte des Kaiser-Friedrich-Platzes in der Bahnhofsvorstadt

Bunkerbau am Kaiser-Friedrich-Platz, 1940 (Stadtarchiv Heilbronn)

Meine Überschrift soll Sie ein wenig an die Worte „Schwerter zu Pflugscharen“ erinnern. Worte, die in der Friedensbewegung eine Rolle spielen. Bei der Betrachtung der Vergangenheit des Kaiser-Friedrich-Platzes mit seiner Luftschutz-Rettungsstelle III und seinem späteren beliebten Kinderspielplatz drängte sich mir diese Parallelisierung auf. „Vom Bunker zum Kinderspielplatz. Die wechselvolle Geschichte des Kaiser-Friedrich-Platzes in der Bahnhofsvorstadt“ weiterlesen

Ludwig Pfau – Kindheit und Jugend (Ludwig Pfau 02/2021)

Heilbronn von Norden, um 1835. Die Insel mit den vier Pappeln gehörte der Familie Schaeuffelen; links lag unter anderem die Gärtnerei der Familie Pfau (Lithographie der Brüder Wolff; Stadtarchiv Heilbronn)

Das Jahr 2021 steht (auch) im Zeichen von Ludwig Pfau, dessen Geburtstag sich am 25. August zum 200. Mal jährt. In kurzen Videoclips stellen wir diesen eigenwilligen Revolutionär und Schriftsteller vor. Jeweils am 25. eines Monats erscheint ein neuer Clip. Hier im Blog verraten wir zum jeweiligen Video noch einiges über die historischen Hintergründe. Den neusten Video-Clip finden Sie hier: https://www.youtube.com/user/stadtheilbronn. Heute geht es darum, wie alles begann … „Ludwig Pfau – Kindheit und Jugend (Ludwig Pfau 02/2021)“ weiterlesen

Heilbronner Schulordnung von 1675

Titelblatt der Heilbronner Schulordnung von 1675 (StadtA HN, E002-1017)

Aus dem Jahr 1675 – also aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg – ist eine gedruckte Heilbronner Schulordnung erhalten, aus der viel über das konkrete schulische Leben in der Reichsstadt sichtbar wird. Die Inhalte sind heute – nach fast 450 Jahren – teilweise fremd, aber teilweise klingen sie auch erstaunlich aktuell. Die Schulordnung liegt hier als Digitalisat vor (ohne Kapitel 5 und 6). „Heilbronner Schulordnung von 1675“ weiterlesen

Zwei Heilbronner Ehrenbürger: Was Theodor Heuss mit Ludwig Pfau verbindet (Ludwig Pfau 01/2021)

Ludwig Pfau, Porträt (StadtA HN E005-2037)

Das Jahr 2021 steht (auch) im Zeichen von Ludwig Pfau, dessen Geburtstag sich heuer am 25. August zum 200. Mal jährt. In kurzen Videoclips stellen wir diesen eigenwilligen Revolutionär und Schriftsteller vor. Jeweils am 25. eines Monats erscheint ein neuer Clip – klicken Sie sich rein unter: https://www.youtube.com/user/stadtheilbronn. Hier im Blog verraten wir zum jeweiligen Video noch einiges über die historischen Hintergründe.

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Ein Lehrer geht auf Reisen

Der Lehrer Kehrer besuchte auch Eltville (Abb. aus: Rheinfahrt. Von den Quellen des Rheins bis zum Meere. Schilderungen von Karl Stieler u.a., Hannover 1875, S. 207)

Nicht erst im Zeitalter des Autos kennen wir die Reiselust, nein: Einen Heilbronner Lehrer zog es bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts „in die Welt hinaus“. Fast jedes Jahr von 1851 bis 1871, wahrscheinlich stets dann, wenn die Schulferien begannen, machte er sich auf, um neue Gegenden und Länder zu erkunden. Nach Frankreich, in die Schweiz, nach Oberitalien, nach Wien, Prag und Paris zog es ihn. Und immer machte er ausführliche Notizen über seine Reisen, Tagebucheinträge, die uns bis heute erhalten sind. Aufbewahrt werden sie im Heilbronner Stadtarchiv (Signatur D100-244). „Ein Lehrer geht auf Reisen“ weiterlesen

Schlittschuh-Vergnügen

Beliebt: Schlittschuhlaufen, hier auf dem Pfühlsee im Winter 1941. Die Läuferin rechts ist Frida Graefer. (Foto: privat, Stadtarchiv Heilbronn)

Schlittschuhe (und auch Schlitten) waren in Heilbronn ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bei Kindern und Erwachsenen beliebte Weihnachtsgeschenke. Schließlich gab es hier auch etliche Möglichkeiten, die Schlittschuhe einzusetzen. Vor allem auf dem Neckar, der in manchen Jahren komplett zufror. Als beispielsweise im Januar 1908 der Fluss nach anhaltend starkem Frostwetter vollständig zugefroren war, entstand auf ihm eine Schlittschuhbahn von der Schaeuffelenschen Fabrik am Bollwerksturm bis kurz vor Sontheim. „Schlittschuh-Vergnügen“ weiterlesen