Ein Franzose in Heilbronn (Fortsetzung). Teil 2: Das Institut Minerva

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Nicht von Henri, aber ebenfalls von einem Franzosen geschrieben: Postkarte mit Ansicht der „Villa Minerva“ und Stadtansicht von Heilbronn, November 1904, Stadtarchiv Heilbronn, F003-M_0529-7514.

Henri Cambedouzou, Sohn eines Gymnasiallehrers aus dem kleinen Ort Albias im Departement Tarn et Garonne in Südwestfrankreich, verbrachte im Sommer 1906 knapp acht Wochen als Sprachschüler am Institut Minerva in Heilbronn. Was mag die Familie bewogen haben, ihren Sohn ausgerechnet hierher zu schicken, um seine Deutschkenntnisse zu verbessern? „Ein Franzose in Heilbronn (Fortsetzung). Teil 2: Das Institut Minerva“ weiterlesen

Ein Franzose in Heilbronn (Teil 1)

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Für die erste Postkarte, die Henri seiner Mutter aus Heilbronn schrieb, wählte er eine typische Stadtansicht aus. Stadtarchiv Heilbronn, F003-M_0341-4699

Ein längerer Auslandsaufenthalt ist für junge Menschen eine wertvolle, oft prägende Erfahrung. Dieser Gedanke ist alles andere als neu und liegt schon den so genannten Kavalierstouren junger Adeliger ab der Renaissance zu Grunde. Doch während heute zahlreiche Auslandsprogramme vielen die Möglichkeit bieten, ihre Sprachkenntnisse vor Ort zu vertiefen und das Leben in einem anderen Land kennenzulernen, blieb dies bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein meist der Initiative des Einzelnen oder seiner Familie überlassen. „Ein Franzose in Heilbronn (Teil 1)“ weiterlesen

Der „Nathanstein“ und der Architekt Arthur Reis

 
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Der mittelalterliche „Nathanstein“, eins der wichtigsten Exponate im Heilbronner Haus der Stadtgeschichte.

Wer schon einmal die Ausstellung „Heilbronn historisch!“ im hiesigen Haus der Stadtgeschichte besucht hat, dem ist bestimmt ein großer Sandstein mit eingemeißelten hebräischen Buchstaben aufgefallen, der dort ausgestellt ist. Er ist eins der ältesten und interessantesten Ausstellungsstücke unserer Ausstellung, und er gibt immer noch Rätsel auf.

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Zum 70. Geburtstag von USA nach Heilbronn

George Krause mit Familie in Heilbronn
George Krause mit Familie beim Besuch des Heilbronner Stadtarchivs in Begleitung von Hans Müller, unserem Gastautor

Eine ganz besondere Reise führte George Krause am 24. Oktober 2018 von New Jersey, USA nach Heilbronn. Fast auf den Tag genau vor 70 Jahren, am 22.Oktober 1948, ist Krause in der früheren Frauenklinik in Heilbronn-Sontheim geboren worden. Damals hieß er Jerzy Władysław Krause. Beim Heilbronner Stadtarchiv hat er seine außergewöhnliche Lebensgeschichte erzählt und zum Teil auch in das Besucherbuch des Hauses der Stadtgeschichte eingetragen. „Zum 70. Geburtstag von USA nach Heilbronn“ weiterlesen

1918 – 2018 Heilbronn als Garnisonsstadt im Ersten Weltkrieg

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Zwei Ringe, Erster Weltkrieg, Stadtarchiv Heilbronn

Im November 2018 jährt sich das Ende des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Aus diesem Anlass zeigt das Haus der Stadtgeschichte in seiner Ausstellung „Heilbronn historisch!“ bisher nicht präsentierte Objekte aus seinen Beständen. „1918 – 2018 Heilbronn als Garnisonsstadt im Ersten Weltkrieg“ weiterlesen

Früher war alles besser?…

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Heilbronner Tagblatt vom 20.04.1847

Wer heute über das schlechte Benehmen von Schülerinnen und Schülern den Kopf schüttelt, beklagt für gewöhnlich den fortschreitenden Verfall der Sitten und preist im gleichen Atemzug die Vergangenheit, in der Kinder brav und höflich waren, nicht zu lügen oder zu fluchen wagten, auf Erwachsene hörten, und in der die Eltern dieser Kinder die Schule als zentrale Erziehungseinrichtung hoch achteten und sie in ihrer pädagogischen Arbeit unterstützten. Wer so denkt, den belehrt der Heilbronner Stadtpfarrer Felix Buttersack in seinem gut 170 Jahre alten Zeitungsbeitrag „Schulsachen betr[effend]“ eines Besseren. „Früher war alles besser?…“ weiterlesen